Deutz Schlepper D 30

Der historische Schlepper Deutz D30 kam erstmals im Jahr 1961 auf den Markt und war im Jahr 1962/63 der meistverkaufte Schlepper innerhalb seiner Klasse. Im Jahr 1965 wurde der Deutz D 30 durch das Nachfolgemodell D 3005 abgelöst.

Bis 1964 wurde der F2L 712 Motor im D30 verbaut, der anschließend – wie bei allen Deutz Schleppern – durch den F2L 812 ersetzt wurde. Je nach Modell, hatte der Schlepper die folgenden Sonderbezeichnungen: D 30S = NF (Baujahr: 1961 – 1962) beziehungsweise + NFG (Baujahr: 1961 – 1965); D30 = N (Baujahr: 1961 – 1962) oder + NG (Baujahr 1961 – 1965). Laut einer originalen Werbeaussage von Deutz, bot der historische Schlepper fortschrittlichen Landwirten neue Vorteile und war – in steter Weiterentwicklung – mit Motor- und Wegzapfwelle lieferbar. Darüber hinaus bot der neue hydraulische Kraftheber, mit serienmäßigem Deutz-Transferrer sowie Zwillingssteuer-, Um- und Abschaltventil, große Vielseitigkeit im Arbeitsbetrieb.

Historische Schlepper Deutz D 30 – Motor und Antrieb

Angetrieben wurde der historische Schlepper Deutz D30 durch einen Viertakt-Dieselmotor mit zwei Zylindern und einer Luftkühlung. Der Motor arbeitete mit dem Wirbelkammerverfahren in Kombination mit Einlochzapfdüsen und einer Druckumlaufschmierung, die über eine Öldruckanzeige verfügte. Darüber hinaus waren ein Schwungradradialgebläse und ein Ölspülluftfilter mit Vorabscheider verbaut. Weiterhin war der Ölkreislauf mit einem Sieb- sowie Feinölfilter ausgestattet. Im Inneren des Aggregats verrichteten Leichtmetallkolben ihre Arbeit, die mit drei Kolbenringen und zwei Ölschlitzringen das gewünschte Drehmoment erzeugen. Die Kurbelwelle war dreifach gelagert und besaß Lagerbuchsen an den Enden. Der historische Schlepper wurde mit einer Deutz-Einspritzpumpe gefertigt, die mit einem Bosch-Düsenhalter funktionierte und einen Einspritzdruck von 125 bar (beim FL 812 Motor 175 bar) erzeugte. Die Zylinder-Bohrung betrug 95mm und ermöglichte einen Hubweg von 120mm. Der Treibstoff wurde mit einem Verhältnis von 20 : 1, bei einem Druck von 20 – 28 bar, verdichtet.

Kupplung und Getriebe des Deutz D 30

Der historische Schlepper wurde – je nach Modell – mit zwei unterschiedlichen Kupplungen ausgeliefert. Der reguläre Deutz D30 schloss die Verbindung zwischen Motor und Getriebe mit der Hilfe einer Trockenkupplung vom Typ Fichtel & Sachs (K200 KZ). Der Deutz D 30 S hingegen verfügte über eine Doppelkupplung von Typ Fichtel & Sachs (DO 200/200 K). Beide Modelle hatten ihrem Platz im Schwungrad des Deutz Modells. Für die Übersetzung wurde ein Deutz-Porsche-Schubradgetriebe mit der Typenbezeichnung T25 verwendet. Das Getriebe hatte 8 Vorwärts- sowie 2 Rückwärtsgänge und entsprach einem Gruppengetriebe mit zwei Abstufungen. Der Antrieb des Deutz D30 erfolgte dabei über die Hinterachse.

Zapfwelle und Bremsen des Deutz D 30

Die Wegzapfwelle des Deutz D30 rotierte mit 600 U/min, beziehungsweise 540 U/min bei der Schmalspurversion. Der historische Schlepper besaß darüber hinaus einen unabhängigen Mähwerksantrieb, der über eine Rutschkupplung verfügt und eine Drehzahl von 1270 U/min schaffte. Die Schnellwechsel-Riemenscheibe des Deutz D30 hatte einen Durchmesser von 245mm, war insgesamt 100mm breit und drehte mit einer Geschwindigkeit von 16,47 m/s. Gebremst wurde der historische Schlepper durch Einzelradbremsen vom Typ 902, die von der Deutschen Perrot Bremsen GmbH aus Mannheim stammten. Des Weiteren verfügt derDeutz D 30 alternativ über eine Getriebehandbremse.

Historische Schlepper Deutz D30 Daten im Überblick

-Baujahr: Von 1961 bis 1965
-Motor: F2L 712 (1961 – 1964) oder F2L 812 (1964 – 1965)
-Bohrung / Hub (mm): 95 / 120
-Hubraum (cm³): 1.700
-Leistung / Nenndrehzahl (kW / 1/min): 21 / 1800 – 2300
-Anzahl der Gänge: 8 Vorwärtsgänge / 2 Rückwärtsgänge
-Fahrgeschwindigkeit (km/h): 20 (Vorwärts) / 2 – 9,1 ( Rückwärts)
-Bereifung: 9-32 AS 8-32 AS / 8-32 AS / 10-28 AS 11-28 AS / 10-28 AS 11-28 AS / 9-32 AS 8-32 AS / 9-32 -AS 11-28 AS / 10-28 AS 11-28 AS /10-28 AS 8-32 AS / 9-32 AS
-Masse (kg): 1280 – 1460
-Länge / Breite / Höhe (mm): 3.040 / 1600 / 1.590 – 1.620
-Radstand / Spurweite (mm): 1.900 / 1290 (vorne) und 1285 (hinten)
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