Deutz D 4006

Der Deutz Schlepper wurde von 1968 bis 1982 gebaut. Die Deutz Traktoren wurden mit dem Motor Deutz F3L 912 ausgerüstet. Die Variante Deutz D4006 A hatte einen Allradantrieb, während der Deutz D4006 lediglich über einen Hinterradantrieb verfügte. Trotz der langen Bauzeit wurden keine technischen Änderungen an dem Schlepper vorgenommen.

Erst 1972 bekam der Deutz Schlepper einen geteilten Vorderachsbock und damit eine Spurweitenverstellung dieser Achse. Ferner ändert sich die Farbe ab 1974. Haube und Kotflügel wurden ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in Smaragdgrün (RAL 6001) sondern in DEUTZ Grün 1974 lackiert. Der Rumpf erhielt nicht mehr die Farbe Betongrau (RAL 7023) sondern Braungrün (RAL 6008). Diese Änderungen betrafen die komplette 06er-Serie.

Der Motor in den Deutz Traktoren

Gemäß der üblichen Typenkennung steht Deutz F3L 912 für F wie Fahrzeugmotor, 3 für die Zylinderzahl, l für Luftkühlung, 9 für Motorenbaureihe und 12 für den Kolbenhub in Zentimetern. Der robuste und spritzige Motor hat eine Leistung von 35 PS (25.74 kW) bei 2.150 U/Minute und wurde nicht nur im 4006 verbaut. Viele historische Traktoren werden von dem Deutz F3L 912, einem Viertakt-Dieselmotor mit Direkteinspritzung angetrieben.

Unterschiede bei den Getrieben der Deutz Traktoren

Unter der Bezeichnung TW35.1 (F) hatte der Deutz Schlepper 8 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgänge. Die Motorzapfwelle war nicht fahrunabhängig, für historische Traktoren ist dies durchaus üblich. Unter der Bezeichnung TW35.3 (U) hatte der Traktor 8 Vorwärts- und 4 Rückwärtsgänge. Die unabhängige Motorzapfwelle machte den Betrieb von Geräten auch im Stand möglich. Dieses Getriebe war synchronisiert. Auf Wunsch war auch eine Ausstattung mit 4 zusätzlichen Kriechgängen möglich. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 25 km/h gedrosselt, auf Wunsch auch auf 20 km/h.

Verwendung des Deutz D4006

Historische Traktoren der Baureihe 06 sind auf eine universelle Verwendung ausgelegt. Die Traktoren sind Zugmaschinen, um mit Anhängern Lasten zu transportieren, aber auch Antriebsaggregate für landwirtschaftliche Maschinen. Besonders in der Variante TW35.3 (U) galt der D4006 als mobile Motoreinheit für Pumpen, Sägen und andere Maschinen, die stationär betrieben werden. Durch die Regelhydraulik mit einer Hubkraft 1.560 kg konnte der Traktor auch zum Heben von Lasten verwendet werden.

Sonstige Ausstattung und Komfort beim Deutz D4006

Historische Traktoren sind sehr spartanische Arbeitsgeräte. Die Standardausstattung mit Sonnendach und Windschutzscheibe sowie losen Seitenteilen galt als gehoben. Gegen Aufpreis waren ein Heizgebläse, ein Komfortsitz und ein Flaschenhalter erhältlich. Weitere Ausstattungsvarianten mit zwei verschiedenen Zapfwellendrehzahlen (540 U/min und 1000 U/min; Duo-Zapfwelle) waren möglich. Die Ausrüstung wurde über eine Buchstabenfolge hinter der Typenbezeichnung angegeben. Zum Beispiel bedeutete KULD eine Ausstattung mit Kriechgang, unabhängiger Zapfwellenkupplung, Leichtschaltung (Synchrongetriebe) und Duo-Zapfwelle.

Historische Traktoren im Überblick

Der Deutz D4006 ist ein Robuster Traktor für vielseitigen Einsatz
Viele Ausstattungsvarianten waren möglich
Luftgekühlter Drei-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor F3L 912 mit von 35 PS (25.74 kW) bei 2.150 U/Minute
Ausstattung mit Sonnendach und Frontscheibe, gegen Aufpreis gepolsterter Sitz und Heizung.
Zwei Getriebearten, eines davon synchronisiert

Baujahr 1968 – 1982
Motor F3L 912 Drei-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor mit Luftkühlung
Bohrung / Hub (mm) 100/120
Hubraum (cm³) 2.826
Leistung / Nenndrehzahl (kW / 1/min) 25,74 / 2.150
Anzahl der Gänge 10 (12)
vorwärts / rückwärts 8 / 2 (8 / 4)
Fahrgeschwindigkeit (km/h) 25 (20)
vorwärts / rückwärts 25 (20) / 25 (20)
Bereifung 6.00-16 / 6.50-16 / 7.50-16 / 12.4-32 / 9.5-36 / 12.4-28
Masse (kg) 1.895
Länge / Breite / Höhe (mm) 3.470 / 1.600 / 1.550
Radstand / Spurweite (mm) 2.000 / 1.260 v/ 1.250 h

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